Finanzkrise: Erster deutscher Versicherer in Notlage?

März 17th, 2009

Finanzkrise: Erster deutscher Versicherer in Notlage?

 

Die Bayerische Beamtenversicherung a.G. (BBV) ist als erster deutscher Versicherer direkt als Folge der Finanzkrise in große Schwierigkeiten geraten, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer heutigen Ausgabe. Grund: Ein knapp neunprozentiger Anteil an der von der Finanzkrise gebeutelten Aareal Bank, der zu Abschreibungen von bis zu 80 Millionen Euro führen könnte. Als „weiße Ritter“ werden die HUK-Coburg und die Signal Iduna ins Spiel gebracht. 

Die Versicherungswirtschaft war erst kürzlich überein gekommen, im Rahmen der Finanzkrise mögliche Problemfälle intern zu lösen, um den „Hort der Stabilität zu bewahren, der im Gegensatz zu den Banken keine existenziellen Probleme wegen der Krise hat“, schreibt die FTD in ihrer heutigen Ausgabe. Zu einem solchen Problemfall könnte es bei der BBV kommen. 

Abschreibungen in MillionenhöheWegen des im Zuge der Finanzkrise starken Verfalls der Aktien der Aareal Bank, an der die BBV 8,94 Prozent hält, drohten dem Versicherer im schlimmsten Fall Abschreibungen von bis zu 80 Millionen Euro, was „viel Geld für den kleinen Versicherer“ sei, so die Zeitung weiter. Aber dieser schlimmste Fall sei eher unwahrscheinlich, zitiert die FTD den BBV-Chef Rolf Koch. 

Über die genaue Bewertung der Aareal-Anteile fänden derzeit Gespräche mit den Wirtschaftsprüfern statt, schreibt FTD-Versicherungs-Korrespondent Herbert Fromme weiter. 

Denn deutsche Versicherer, die nach HGB bilanzieren, können Abschreibungen auf Aktien und andere Wertpapiere unterlassen, wenn der Wertverlust innerhalb eines Jahres 20 Prozent nicht übersteigt. 

Diese Bilanzierungshilfe nach § 341b HGB hatte die BaFin erst kürzlich von ursprünglich zehn Prozent heraufgesetzt (VersicherungsJournal 4.3.2009). Sollte diese Grenze von 20 Prozent jedoch überschritten werden, hatte die Aufsicht eine sehr genaue Einzelfallprüfung angekündigt. 

Gespräche über PartnerschaftenKoch räumte gegenüber der FTD ein, dass es wegen der Probleme mit anderen Versicherern Gespräche über eine Partnerschaft gebe. Auch wenn sich die BaFin Sorgen mache, sei es unzutreffend, dass die Aufsicht die BBV zu einer Fusion dränge, sagte der BBV-Chef der Zeitung. 

Laut FTD hat die HUK-Coburg geplante Verhandlungen bestätigt. Darüber hinaus habe auch die Signal Iduna Interesse gezeigt, schreibt das Blatt unter Berufung auf den Versicherungsmarkt. Beide Gesellschaften haben wie die BBV die Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit, so dass eine Fusion eher möglich sei als eine Übernahme durch eine Aktiengesellschaft oder einen öffentlich-rechtlichen Versicherer. 

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) aus dem Lager der öffentlichen-rechtlichen Versicherer, die der BBV schon einmal zur Seite gesprungen war, stehe aber in dieser Runde nicht zur Verfügung, schreibt die FTD unter Berufung auf Marktkreise. 

Im vergangenen Jahr hatte die VKB-Tochter Bayerische Beamtenkrankenkasse AG der BBV die Krankenversicherungs-Tochter abgekauft, nachdem diese im Zuge der Gesundheitsreform das Krankenvollversicherungs-Geschäft eingestellt hatte

 

Quelle: Versicherungsjournal 17.03.2009

Neuer Service der compero!

Februar 11th, 2009

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Woanders ist es auch nicht besser…

Februar 6th, 2009

liebe-kollegen-und-kolleginnen.pdf

Anbei ein aktueller Originalbrief eines Auschließlichkeitsvermittlers. Auch wenn man es glaubt, dieser Brief hat nichts mit meiner ehemaligen Gesellschaft zu tun. Er beweist, daß man Vermittler in vielen Fällen als Scheinselbstständige behandelt. Und mit welchen Methoden Neuabschlüsse zu machen sind.

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Für alle, die viel mit dem Auto fahren und sich über Penner auf der linken Spur aufregen…

Februar 6th, 2009

Berichte Versicherungsjournal 4.2.

Februar 4th, 2009

huk-vs-allianz.pdf         regulierungspraxis-kfz.pdf

In der Anlage habe ich Ihnen zwei Artikel aus dem Versicherungsjounal beigefügt, die einmal mehr beweisen, daß die „Geiz-ist-geil“ Mentalität  nicht immer zielführend ist. Gerade im Schadensfall ist eine unbürokratische und großzügige Betreuung wichtig. Worst case sind übrigens teure Gesellschaften mit schlechter Regulierungspraxis…

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Tatort vom letzten Sonntag „Kassensturz“

Februar 4th, 2009

Einige Anmerkungen zum  Tatort vom letzten Sonntag und der nachfolgenden Sendung Anne Will

Wer denkt, daß sich solch „nette Führungskräfte“ nur im Einzelhandel befinden, der irrt sich. Auch in der Assekuranz arbeiten viel zu viele mit Druck und Drohungen. Da liegt zum einen an passenden Produktalternativen und den damit verbundenen Absatzschwierigkeiten, meist aber auch an einem massiv fehlenden Bezug zur Realität. Wer keine Ahnung hat von den wirklichen Wünschen der Kunden und dazu kommen noch große Unternehmensziele, die er umsetzen muss, wird sich immer auf seine Art seiner Haut wehren. Jede Art von Druck und großen Sprüchen („Es regnet Brei man muss ihn nur löffeln…“) ist Ausdruck einer großen Hilflosigkeit und überspielten Minderwertigkeitskomplexen.

Jeder, der einen Wechsel in eine strukturierte Organisation anstrebt, sollte dies wissen und sich genauestens informieren. Es gibt heute viele Foren und Möglichkeiten. Ausschließlichkeitsvermittler, laßt euch nicht veräppeln! Wer Euch zu Kündigungen von Bestandsverträgen mit anschließenden Neuabschlüssen rät, kann nicht richtig liegen. Es gibt viele Chancen, eure Kunden werden es euch lebenslang danken. 

Einige Zitate noch aus der nachfolgenden Anne Will Sendung, die für sich sprechen

 Michael Rogowski: Ich kann mir nicht vorstellen, daß ausgebildete Führungskräft glauben, dass man mit Angst langfristig Erfolg hat.

Laurenz Meier: Dieses Mittel der Mitarbeiterführung ist doof. Angst widerspricht jedem Führungskonzept. Erfolgreiche Führug basiert auf Vertrauen.

Es güßt aus dem Brei…jb

In eigener Sache!

Februar 1st, 2009

compero ist umgezogen.

Ab sofort finden sie uns in der Liselotte-Herrmann-Str. 7 in 10407 Berlin im wunderschönen Bötzowviertel. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

GKV vs. PKV oder Danke Ulla!

Januar 22nd, 2009

Quelle: T-online, 22.01.2009

Geköderte Ärzte machen Patienten kränker

Schwere Vorwürfe gegen einige Krankenkassen: Korrigierte Diagnosen sollen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds garantieren.

Gesundheitsfonds

Kassen bezahlen Mediziner für geldbringende Diagnosen

Erschienen am 22. Januar 2009 | bv

 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Krankenkassen vorgeworfen, Mediziner für Diagnosen zu bezahlen, die ihnen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds garantieren. Es gebe bereits Fälle, in denen gesetzliche Kassen dafür zehn Euro zahlten, sagte KBV-Chef Andreas Köhler am Donnerstag zu „Bild.de“. „Kassenvertreter versuchen, Ärzte zu ködern, um Diagnosen zu korrigieren“, sagte Köhler. Das könne Ärzte zu Fehldiagnosen verleiten.

 

Patienten auf dem Papier kränker machen

Mahnungen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zu korrektem Verhalten hätten nichts genutzt, ergänzte Köhler. „Das Problem ist bundesweit zu beobachten und wird immer größer.“ KBV-Sprecher Roland Stahl zufolge könnten Chroniker betroffen sein. „Wir warnen davor, dass Kassen gegen die Zahlung von Prämien versuchen, Ärzte zu bewegen, Patienten auf dem Papier kränker zu machen“, sagte Stahl der Deutschen Presse-Agentur.

 

Mehr Geld für chronisch Kranke

Hintergrund ist, dass gesetzliche Kassen für Versicherte mit einer oder mehreren von 80 Krankheiten höhere Zuweisungen aus dem Fonds bekommen. Dafür müssen Chroniker aber genau eine oder mehrere der vorgegebenen Diagnosen erfüllen. Schmidt hatte die Krankenkassen davor gewarnt, die Krankheiten ihrer Versicherten auf dem Papier zu übertreiben, um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu bekommen.

 

Finanzausgleich soll Kassen mit vielen Kranken entlasten

„Das ist Betrug, und dagegen wird auch die Aufsicht vorgehen“, sagte Schmidt. Der erweiterte Finanzausgleich zwischen den Kassen je nach Krankheitszustand ihrer Versicherten zählt zu den zentralen Veränderungen durch den Fonds. Früher waren Krankenkassen mit vielen Älteren und Kränkeren wegen hoher Ausgaben gegenüber Kassen mit vielen Gesunden benachteiligt.

 

 

 

 

Ähnliche Vorwürfe vom Ärztepräsidenten

Ganz neu sind die Vorwürfe an die Kassen nicht. Der Chef der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hatte bereits zum Start des Gesundheitsfonds Anfang Januar die Kassen verdächtigt, die Ärzte zu bestimmten Diagnosen zu drängen, um an die Sondervergütungen zu kommen.

Ausschließlichkeit vs. Maklervertrieb oder: worauf es hinausläuft…

Januar 19th, 2009
Arag-Direktoren heuern bei Formaxx an
Der Finanzdienstleister Formaxx aus Hannover stellt Anton Maucher und Klaus Stender als neue Direktoren der Vertriebsorganisationen in den Großräumen Köln und Mannheim vor. Beide kommen vom Rechtsschutzversicherer Arag, wo sie laut Formaxx als Organisationsdirektoren rund 1.300 selbständige Vertriebspartner führten. (Quelle: cash online)

ist das zu fassen? Basler versus Deutscher Ring

Januar 13th, 2009

Neue Folge der Hamburger Seifenoper

Der Machtkampf zwischen Bâloise und Deutscher Ring wird zum Großteil vor Gericht und über die Medien ausgetragen. Jetzt wurde im Internet ein neuer „Nebenkriegsschauplatz“ eröffnet.http://www.versicherungsjournal.de/mehr.php?Nummer=98754

wer keine Lust hat, sich den Artikel anzuschauen: Unbedingt www.verbaselt.com anklicken… Was sollen die vielen Kunden und Mitarbeiter davon nur halten?